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Portal:Historische Kochbücher
Was bringen uns diese historischen Schriften?
Das erhaltene historische Schriftgut ist allgemein für die Wissenschaft interessant. Ihre Bedeutung für die Kulinarik liegt darin, dass sie die Entwicklung unserer deutschen klassischen Küche darstellen. Was wann kreiert wurde und wie sich Gerichte sprachlich und handwerklich verändert haben.
Die meisten Menschen, insbesondere junge Leute, denken, die deutsche Küche sei die ihnen bekannte Kriegs- und Armenküche ihrer Eltern und Großeltern, vielfach auch Hausmannskost genannt. Stinkender Kohlgeruch, der durch das Haus zieht, Blutwurst mit Sauerkohl, dicke oder dünne Eintöpfe, überladene Teller mit Kartoffelbergen und so weiter. NEIN, das ist nicht die klassische deutsche gutbürgerliche und großbürgerliche Küche. Das, was bis in unsere Zeit praktiziert wird, ist die Kriegsküche, die gerade jetzt eine Wiederauflage erlebt. Ersatznahrung bestehend aus viel Wasser, noch mehr Zucker, massig Mehl. Neu dazu gekommen sind Soja und Palmfett. Die Menschen werden hochkalorisch gemästet. Diese Nahrung kostet wenig Geld und kann überteuert verkauft werden. Die Menschen werden träge, esssüchtig und sind ewig hungrig. 2 Kriege lang hat diese Essunkultur die Deutschen am Leben erhalten, von 1900 bis 1950. Deutsche mögen keine Neuerungen, sie pflegen das, was immer gepasst hat.
Wer sich über die Herstellung der schlechten Nahrungsmittel der Lebensmittelindustrie informieren möchte, dem lege ich Sebastian Lege ans Herz. Lege zeigt sehr anschaulich wie wir von der Lebensmittelindustrie krank gefüttert werden und wie eng die Grenze zur Körperverletzung ist. Schaut man den Leuten mal auf den Mund, auch Politikern, so ist das Bild erschreckend. Schlechte Zähne, Ruinen und Lücken. Ein beredtes Zeichen, was die Menschen essen.
Wenn es mal etwas exotischer sein darf, dann genießt man die Armenküche der Migranten aus allen möglichen Ländern. Da brodelt und wabbert es in den Pfannen und Töpfen. Ordinäres Streetfood ungeklärter Herkunft wird gefeiert, bejubelt und teuer bezahlt. Hinsichtlich Hygiene und Herkunft der Rohstoffe habe ich so meine Bedenken. Asiatische Imbisse verarbeiten grundsätzlich nur Convenience, doch wie sieht es so weiter über die Strasse aus? Schaue ich mir die Sendung ‹Mein Lokal, Dein Lokal› an, dann habe ich doch so meine Zweifel. 60% der Speisen in arabischen, türkischen und sonstigen Restaurants sind vermanscht und zermust wie im Mittelalter. Schlecht oder gar nicht gewürzt. In afrikanische Ländern isst man mit den Fingern, das spiegeln diese Gerichte auch wider. Die kochenden Hausfrauen oder Mamas Lieblinge machen sich da keine Gedanken. Kochen haben sie nicht gelernt, sie kochen eben wie Mama oder Nonna und kassieren noch viel Geld dafür.
In der deutschen Küche fand man schon immer Speisen aus aller Welt, vorrangig aus den Kolonien, Afrika, Namibia, Togo, Kamerun und Deutsch-Ostafrika (heute Tansania, Burundi, Ruanda). Daneben gab es Kolonien in Ozeanien (z. B. Deutsche Samoas, Neuguinea, die Karolinen und Marshall-Inseln). Wollen wir die politische Wertung mal außen vor lassen, hier geht es vorwiegend um Kulinarik.
Auch vegane/vegetarische Ernährung ist nicht neu, die hatte man bereits im Mittelalter etabliert als Fastenküche. In jedem alten Kriegskochbuch finden sich unzählige fleischlose Gerichte. Man erzählte den Menschen jedoch keine Lügenmärchen dazu in der Hoffnung, dass sie aus Angst vor dem möglichen Untergang des Planeten noch mehr Zucker und Chemiebomben vertilgen. Auch in der heutigen Welt sind Obst und Gemüse knapp und teuer. Wo bitte kommen die undefinierbaren veganen Lebensmittel her? Ein Schalk der Böses dabei denkt. Glauben Sie wirklich, dass man vegane Ernährung vegan durchziehen kann? An dieser Pseudoveganen Ernährung ist außer Tofu und Soja wohl nichts vegan. Hinzu kommt, dass 90% der gesamten fleischlosen Kost aus dem Chemiebaukasten kommt. Und, um es mal so deutlich zu sagen, den Planeten retten wir durch diesen Fraß ganz sicher nicht. Wir verhindern durch dieses Tierfutter auch nicht, dass Menschen an Krebs erkranken. Krebszellen ernähren sich von Zucker und Kohlenhydraten, nicht von Gemüse, eher dann von Obst (Fruchtzucker).
Aus den jahrhundertealten Kochanleitungen können wir jedoch lernen, welche raffinierten Speisen man herzustellen verstand und was man bereits im Mittelalter zu kochen in der Lage war. In der Kochkunst gilt, alles kann man so oder so zubereiten, nichts muss man so tun. Jeder Koch hat einen anderen Geschmack, benutzt andere Gewürze und Zubereitungsmethoden. Es gibt keine Gesetze, wie beim Kochen zu verfahren ist, außer denen von Ästhetik und Hygiene. Im Mittelalter pflegte man die galenische Ernährungslehre, Viersäftelehre genannt. Ziel war das Temperieren der Speisen, der Ausgleich der Qualitäten. Auch wenn die Humoralpathologie seit Robert Koch und Virchow über den Haufen geworfen wurde, ist die Ernährungslehre teilweise nicht überholt. Nur wer die Prinzipien des Temperierens kennt und beherrscht, kann viele Befindlichkeitsstörungen alleine regulieren. Heilen kann die Humoralpathologie nicht. Sie kann es ebensowenig wie die alte Klostermedizin der Hildegard von Bingen.
Lernen von den vergangenen Epochen
Da außer der Kriegsküche und der französischen Küche kaum etwas bekannt ist in der deutschen Kulinarik habe ich mir zur Aufgabe gemacht, die deutsche Küche darzustellen nach heutiger Manier. Die Kriegs-,und Armenküche lasse ich weg, da die echte Küche viel zu interessant ist. Wir müssen uns nicht von dicken Mehlsuppen wie im Krieg ernähren. Wir müssen uns nicht von den Chemiebaukästen der Lebensmittelindustrie mästen lassen. Man kann gesund und genussvoll kochen. Sicherlich werden viele Hausfrauen und Hausmänner erst kochen lernen müssen, doch das ist ja kein Beinbruch. Nehmen Sie die Rezepte aus diesem Online Rezeptbuch und fangen Sie an. Entwickeln Sie eigene Rezepturen und probieren Sie die 700 Jahre alte Kochkunst aus. Sie werden sehen, wie appetitlich die Ragouts, Omeletts oder Aufläufe aussehen und schmecken. Und wenn Sie glauben, unsere Profiköche haben das Hamsterrad neu erfunden, dann passen Sie mal auf, was die Mittagstafeln schon vor 500 Jahren bereit hielt. Das Rad der Kulinarik kann man nicht neu erfinden, es war alles schon da.

